Digitale Souveränität beschreibt das Ziel von Staaten und Behörden, die Kontrolle über ihre digitale Infrastruktur, Software und Daten zu behalten oder zurückzugewinnen. Im öffentlichen Sektor umfasst dies die Vermeidung einseitiger Abhängigkeiten von einzelnen Cloud-Anbietern oder Softwareherstellern, insbesondere aus Nicht-EU-Ländern. Initiativen wie GAIA-X oder die Förderung von Open-Source-Lösungen sind Ausdruck dieses Strebens. Digitale Souveränität schließt technische, rechtliche und wirtschaftliche Dimensionen ein: Interoperabilität, Datenschutzkonformität, Portabilität sowie die Fähigkeit zur eigenständigen Wartung und Weiterentwicklung von Systemen. Sie gilt als wesentliche Voraussetzung für staatliche Handlungsfähigkeit im digitalen Zeitalter.