Die Telekom hat ihr Nachhaltigkeitsportfolio öffentlich gemacht und positioniert sich damit als Vorreiter bei Klimaschutz und Ressourceneffizienz. Fachleute und Entscheider in Bundesbehörden und Kommunen müssen jetzt bewerten, wie glaubwürdig diese Versprechen gegenüber dem wachsenden Energiebedarf der Digitalisierung sind.
Das Kerndilemma: Der Netzausbau für Breitband und 5G erfordert massive Investitionen und Strommengen. Gleichzeitig hat sich der Konzern ehrgeizige Klimaziele gesetzt. Ob diese beiden Ziele sich widersprechen oder ergänzen, wird für IT-Verantwortliche in der öffentlichen Verwaltung relevant – besonders bei der Ausschreibung von Telekommunikationsdiensten und der Bewertung von Nachhaltigkeitskriterien.
Ein kritischer Blick lohnt sich: Sind die ambitionierten Klimavorgaben durch konkrete Maßnahmen hinterlegt oder bleiben sie Rhetorik? Für Beschaffer im eGovernment-Umfeld kann dies ein differenzierendes Kriterium werden – etwa bei Fragen zu Energieeffizienz von Rechenzentren, Stromquellen der Netzinfrastruktur oder langfristigen Investitionsplanungen der Telekom.
