Der IT-Dienstleister Komm.ONE aus Baden-Württemberg bietet Kommunen ein neues Antragsmanagement für Fördermittel an. Das verschärft den Wettbewerb im Consulting-Segment und zieht Fragen auf: Wie weit dehnt sich der Zweckverband aus – und verdrängt er damit externe Berater aus dem Markt?
Bislang beauftragten Städte und Gemeinden für Fördermittel-Akquisition Spezialisten von außen. Mit diesem Angebot reduziert sich der Handlungsspielraum für unabhängige Consultants und Agenturen. Komm.ONE nutzt seinen direkten Zugang zu den kommunalen Verwaltungen – ein struktureller Vorteil gegenüber externen Konkurrenten.
Für Kommunen könnte die In-House-Lösung kostensparend sein, setzt aber auch auf Abhängigkeit vom Dienstleister. Wer bereits Komm.ONE-Systeme nutzt, hat niedrigere Integrationshürden. Für Kommunen ohne bestehende Komm.ONE-Infrastruktur stellt sich die Frage: Lohnt sich eine neue Abhängigkeit für Fördermittel-Services? Und wie transparent sind die Preismodelle verglichen mit etablierten Beratungshäusern?