Die Bundesregierung stellt mit dem Deutschlandfonds über 30 Milliarden Euro für Startups und Scaleups bereit. Im ersten Halbjahr 2026 wurden über 3.000 neue Startups gegründet – fast so viele wie im gesamten Jahr 2025. Die neue Startup- und Scaleup-Strategie soll den Zugang junger Unternehmen zu Risikokapital, Fachkräften und öffentlichen Aufträgen verbessern. Erstmals erfasst die Strategie systematisch die Bereiche Sicherheit und Verteidigung.
522.000 Beschäftigte in Startups – wachsende Bedeutung für die Wirtschaft. Im Jahr 2024 beschäftigten Startups und Scaleups rund 522.000 Menschen, etwa 26 Prozent mehr als noch vier Jahre zuvor. Laut Startup-Verband kommen die meisten Gründungen aus der Softwarebranche. „Junge Unternehmen können morgen die Champions sein, die auch für Beschäftigung und Wohlstand in Deutschland sorgen", sagte der Bundeskanzler im Rahmen der Sommer-Pressekonferenz. Startups gelten als wichtige Innovatoren im Bereich Künstlicher Intelligenz und bei Schlüsseltechnologien.
Ein Problem bleibt: Im Jahr 2025 hatten nur sieben Prozent der Startups öffentliche Kunden. Die neue Strategie soll dieses Missverhältnis korrigieren, indem sie Startups den Zugang zu öffentlichen Aufträgen erleichtert. Die Regierung hat bereits neue Regelungen für die Auftragsvergabe des Bundes getroffen.
Acht Handlungsfelder strukturieren die Förderung. Die Bundesregierung definiert acht Handlungsfelder, in denen ressortübergreifend konkrete Maßnahmen greifen sollen: Finanzierung durch den Deutschlandfonds mit mehr als 30 Milliarden Euro Anschubfinanzierung; Fachkräftegewinnung durch Unterstützung bei Bildung, Ausbildung und Transfer; Bürokratieabbau – rund 88 Prozent der Startups nennen weniger Bürokratie als wichtigsten Faktor gegen eine Gründung in Deutschland; das Hebelprojekt „Schneller Gründen" soll Gründungsprozesse beschleunigen; Zugang zu öffentlichen Aufträgen; Kooperationen und Vernetzung mit Unterstützung bei Internationalisierung; sowie Sicherheit und Verteidigung, wo Startups erstmals systematisch gleichberechtigten Zugang zur Förderung erhalten.
Zusätzlich zur Anschubfinanzierung fördert die Bundesregierung technologiegetriebene Startups mit weiteren 1,6 Milliarden Euro. Mit dem neuen Standortfördergesetz wird Startups der Zugang zum Kapitalmarkt erleichtert. Der Hightech Gründerfonds investiert Risikokapital bis zu einer Million Euro pro Hightech-Startup.